Pantheon Basel

Peugeot, BéBé BP1, 1913

Das ausgestellte Fahrzeug besticht durch Einfachheit und originellen Konstruktionsmerkmale wie z.B. die Hinterradaufhängung. Die ersten Fahrzeuge verfügten nur über 2 Vorwärtsgänge, so auch das Exponat. Das Exponat wurde 2008 in Frankreich restauriert.

„1912 beschlossen die Familie Peugeot und der befreundete Konstrukteur Ettore Bugatti, der im Elsass wirkte, nicht weit vom Peugeot- Stammsitz in der benachbarten Region Franche-Comté, eine Kooperation. Der Grund dafür war, dass Peugeot einen Nachfolger des Kleinwagens Bébé entwickeln wollte und Bugatti just einen fertigen Prototyp dieser Machart in seiner Werkstatt stehen hatte. Das Resultat der Zusammenarbeit war das Modell Peugeot Lion Bébé BP1. Das Auto verfügt über einen elegant gerundeten Karosseriekörper, bei dem Motorgehäuse und die Verkleidung des Passagierabteils – auch die zweite Bébé-Generation war zweisitzig – miteinander verschmelzen. Bugattis gestalterische Handschrift ist ebenso an den schwungvoll geformten Kotflügeln abzulesen. Beworben wurde der Kleinwagen damals mit dem Werbeslogan, das Autofahren in diesem Modell koste lediglich „einen Sous pro Kilometer". Gebaut wurden vom schmucken Bébé BP1, dessen Produktion im Ersten Weltkrieg noch bis zum Jahr 1916 aufrechterhalten wurde, mehr als 3’000 Exemplare. Peugeot nennt das Auto daher einen „frühen Bestseller". Aus „Der SPIEGEL“ vom 1. Januar 2012. – Noch ein Preisvergleich: Ein Mercedes-Simplex kostete seinerzeit rund 20’000 Richsmark, der Bébé hingegen nur 4’000 Francs.

Motor: 4-Zylinder, Monobloc T, 2 Nockenwellen, Magnetzündung


zurück

MarkePeugeot
TypBéBé BP1
Chassisnummer10041
BesitzerRoland Jordi, Bern
Jahrgang1913
Produktionsjahre von1912
Produktionsjahre bis1916
Getriebemanuell
AntriebsartHinterradantrieb
TreibstoffBenzin
AussenfarbeBeige
InnenfarbeSchwarz
Anzahl Türen2
Anzahl Sitze 2
Hubraum, ccm 855
Zylinder4
Leistung, PS / KW10 / 7
Geschwindigkeit, km/h 60
Gewicht, kg350
Länge, m, cm 2,62
Breite, m, cm 1,3